26.04.-01.05.2018 Wettkampfreise Athen

Sechs Tage Sonne tanken in Athen

Auch in diesem Jahr starteten sieben Sportler mit Helen, Johannes und Steffen zu unseren Freunden nach Griechenland. Diesmal waren Lise Seidel, Laila Demmler, Lisa Hecker, Theodor Weggässer, Benjamin Gensler, Patrick Mehnert und Luca Seifert dabei. Am 26. April – 3.45 Uhr begann unsere Reise. Wir flogen von Dresden über Frankfurt nach Athen. Es sollten ruhige Flüge werden. Diesmal war auch das komplette Gepäck am Landeort angekommen.

Nach unserer Landung fuhren wir ins Hotel. Wir hatten uns für die Ausgangspositionen zu unseren Unternehmungen ein Hotel genau im Stadtzentrum ausgesucht. Mit dem Hotel Astor hatten wir Glück. Geräumige Zimmer erwarteten uns. Dazu ein Frühstücksraum im 11.Stock mit Blick auf die Akropolis. Zum Einrichten der Zimmer blieb keine Zeit. Wir stellten nur unsere Koffer ab, zogen uns unsere kürzesten Sachen an und fuhren zu Marianna, Angelos und Stefanos an den Strand von Alimos. Die Begrüßung war herzlich. Wir freuten uns alle auf das Wiedersehen. Alle sprachen schon super gut Deutsch. Kaum angekommen stürmten wir auch schon das Mittelmeer. Luca war der Erste im angenehm warmen Wasser. Bis zum verschwinden der Sonne im „Meer“ badeten, spielten und quatschten wir. Das Abendbrot gab es auch am Strand. Zur Begrüßung hatte uns Marianna leckeren Möhren/Zimt-Kuchen mit Olivenöl aber ohne Zucker mitgebracht. Da war am Ende nichts mehr übrig. Erst 22.00 Uhr waren wir zurück im Hotel. Die Straßen waren noch voller Menschen.

Der nächste Morgen begann erst 9.00 Uhr mit einem sehr schönen Frühstück. Den Blick über Athen gratis. Marianna und Angelos sind mit uns zum Since Festival gegangen. Erst waren wir etwas skeptisch, dann war es ein ganz tolles Erlebnis. Wir wurden durch alte Fabrikgebäude, in den verschiedenste Versuche zu Technik, Physik und Chemie von Studenten vorgeführt wurden. Vieles auch zum Mitmachen. Wir waren nicht die einzigen dort. Mit uns tausende andere Schüler. Johannes hat alles fleißig übersetzt. Auf dem Rückmarsch zum Hotel haben wir uns ein oder zwei leckere Souvláki zum Mittagessen geholt. Nach einer 15-minütigen Pause im Hotel sind wir 15.00 Uhr zu einem Einkaufsbummel in die Basarstraßen aufgebrochen. Gekauft haben wir Taschen, Karten und Erdbeeren. Danach haben wir getestet, wie es sich anfühlt bei 30°C in einer voll besetzten Metro zu fahren. Feuchtwarm … unsere Einschätzung. Die richtige Aufwärmung zum Marsch zur Trainingsstätte von A.N.O., dem Verein von Angelos und Stefanos. Wir haben im Freibad eine Trainingseinheit mit den Gastgebern absolviert. Es lief sehr schwer und alle waren danach ziemlich k.o. 19.30 Uhr war dann auch Angelos fertig und wir gingen zu ihnen nach Hause. Dort wartete schon „Oma Sophia“ mit dem Abendbrot. Sie hatte Souvláki, griechischen Salat mit leckerem Fetakäse und viel, viel Obst zubereitet. Man konnte denken, unsere Kinder hätten seit Tagen nichts mehr gegessen. Auf jeden Fall hat es allen sehr geschmeckt. Dann haben alle noch gespielt und es wurden die mitgebrachten Geschenke übergeben. Müde und Fußlahm starteten wir erst 22.15 Uhr den Rückmarsch zum Hotel. 23.30 Uhr war Nachtruhe.

Der Dritte Tag begann mit Ausschlafen und dem Frühstück auf der Dachterrasse. Die Sonne stand schon hoch am Himmel. 10.30 Uhr gab es Startsignal zur nächsten Stadtbesichtigung. Erst schauten wir uns die Wachablösung am Parlament an, dann gingen wir durch einen sehr schönen Park zum Zappeion, dem Gästehaus der Regierung. Da haben wir im Innenhof eine Trachtenausstellung besichtigt. Bei Sonnenschein und 30°C erkundeten wir das Panathinaiko Stadion. Mit einem Audioguide wurden wir durch das beeindruckende Bauwerk geleitet. Wir haben sehr viel über die Geschichte der Olympiaden und des Stadions erfahren. Eine „Ehrenstart“ auf der Laufbahn musste sein. Nach drei Stunden suchten wir etwas zur Stärkung. In einer Pastabar wurden wir fündig. Wir waren erst 14.15 Uhr zurück im Hotel. 90 Minuten Mittagsruhe gönnten wir uns. Denn 16.00 Uhr hieß es: Aufbruch zum ersten Teil des Wettkampfes. Dazu mussten wir mit Metro und Taxi fahren. Marianna und die Jungs halfen uns dabei. So erlebten wir alle gemeinsam den Wettkampf in Peristeri, wo wir schon im letzten Jahr um gute Zeiten kämpften. In diesem Jahr war es ein Wettkampf vom Schwimm-Verband Griechenlands. Leider war die Beteiligung nicht sehr gut. In Griechenland gibt es die Regel, dass jeder Sportler nur acht Wettkämpfe im Jahr bestreiten darf. Dabei an einem Wochenende auch nur drei Einzelstarts absolvieren kann. So durfte heute jeder von uns nur einmal ran. 18.00 Uhr ertönte das erste Startsignal. Von uns erreichten alle sehr gute Zeiten und Ergebnisse. Bedenkt man, dass wir seit drei Tagen ständig auf den Beinen waren, sind es sogar hervorragende Zeiten, die wir geschwommen sind. Lise bezwang in einem packenden Rennen über 400m Lagen die beste Schwimmerin Griechenlands hauchdünn. Aber auch Benjamin und Luca gewannen ihre Strecke 200mR, Theo kam auf Rang 2. Über 200m Brust siegte Lisa und Patrick errang Rang 2. Laila sicherte sich in einem starken Feld über 400m Freistil Rang 6. Leider erfuhren wir an diesem Abend, dass es keine Auszeichnungen geben sollte. Das war sehr schade. Unseren Sportlern mussten wir diese Information erst einmal vorenthalten. Sonst wäre die Motivation für den nächsten Tag sicherlich weg gewesen. Wir verabschiedeten uns von Marianna, Stefanos und Angelos und fuhren zurück ins Hotel zurück. Leider hatten sie dann keine Zeit mehr, da Marianna sich für ihre neue Arbeit in Deutschland vorbereiten musste. Heute haben wir auf dem Zimmer Sandwichabendbrot gegessen. 22.00 Uhr lagen alle in ihren Betten.

Der zweite Wettkampftag war zwei geteilt. Am Morgen 9.00 Uhr und am Abend 18.00 Uhr. Das bedeutete 6.00 Uhr bereits aus den Federn hüpfen. Dies viel uns sehr schwer. 7.00 Uhr standen wir schon vor dem Hotel zum Abmarsch ins Schwimmbad bereit. 8.00 Uhr kühlten wir uns bereits beim Einschwimmen ab. Es lief aber sehr gut. Auch die Wettkampfergebnisse waren recht ordentlich. Vier Einzelsiege (Lisa, Patrick, Lise, Benni) und der Sieg in der 4x100m Freistilstaffel der Jungen konnten sich sehen lassen. Die Jungs haben auf den letzten Metern die griechischen Jungs noch abgefangen. Heute waren wesentlich mehr Teilnehmer am Start. So dass die Tribüne mit den 2000 Sitzplätzen von gut 800 Leuten ordentlich gefüllt war. 11.00 Uhr ging es schon wieder zurück ins Hotel. Wieder war nur ein kurzer Sachenwechsel angesagt. Wir wollten in der Mittagspause noch etwas Kultur genießen. So gingen wir ins hochdotierte Akropoli-Museum. Nach etwas Anstehen schauten wir uns all die antiken Statuen und Fundstücke an. Zum späten Mittagessen gönnten wir uns diesmal Pizza und Burger mit frisch gepressten Orangensaft. Jetzt waren noch 90 Minuten Mittagspause angesagt. 18.00 Uhr standen wir wieder im Schwimmbad zum 3.Teil des Wettkampfes. Diesmal allerdings ziemlich müde. Trotzdem versuchten wir alles um gute Ergebnisse zu erreichen. Alle erkämpften sich Platzierungen unter den besten 3! Die Jungenstaffel wiederholte ihren Sieg vom Vormittag. Diesmal gewannen sie die 4x100m Lagen. Gegen Ende der Veranstaltung schwammen wir unter Flutlicht. Eine sehr schöne Atmosphäre. Nun machten wir unsere eigene Siegerehrung. Wir besorgten in der Mittagspause echt schöne und große Medaillen mit dem Originalmotiv von den Olympischen Spielen von 1896 und 1996. Die Kids haben sich sehr darüber gefreut und die nichtvorhandenen Wettkampfsiegerehrungen waren vergessen. Spät waren wir zurück im Hotel. Alle schliefen sehr schnell ein.

Unser 5.Tag begann mit einem bewölkten Himmel. Darüber waren wir nicht gerade traurig. Die Sonne der letzten Tage hatten ihr Spuren hinterlassen. Außerdem wollten wir heute etwas ganz Besonderes unternehmen: wir planten Athen mit dem Rad zu erkunden. Organisiert hat dies Familie Mehnert. Also machten wir uns 9.00 Uhr auf den Weg zur Biker Station. Die Räder wurden angepasst und erste Fahrversuche unternommen. Dann ging es los. Bei dem dichten und südländischen Fahrverkehr mit ziemlich großen Respekt. Doch der verflog schnell. Wir nutzten vor allem Fußwege für unsere Tour. Unsere „Chefin“ sprach sehr gut Deutsch und unterhielt uns mit sehr viel Hintergrundwissen. Besonders Mythen und Sagen hatten es ihr angetan. Wir lernten das Jugendviertel kennen, konnten einen Rundgang in der Markthalle (Fleisch und Fisch) durchführen, fuhren über den Markt zur Pláka, dem Vorzeigeviertel von Athen. Da ließen wir die Fahrräder stehen und sind durch die engen Gassen des „Erbauerviertels“ der Akropolis gegangen. Nach einer Stärkung bei Joghurt mit Honig und Nüssen besichtigten wir den Tempel des Olympischen Zeus. Weiter führte uns die Tour über das Panathinaiko Stadion, den Regierungssitz, dem Nationalgarten zum Parlament. Den Rückweg strampelten wir entlang der Akropolis. Über 3 Stunden und nach irren 10 Kilometern erreichten wir wieder die Biker Station. Eine tolle Idee und ein sehr schönes Erlebnis. Und weil wir einmal vor Ort waren, erklommen wir gleich noch die Akropolis. Wie erwartet – wir waren nicht die einzigen. So mussten wir gut 20 Minuten anstehen. Dafür entschädigte der wunderschöne Blick vom Felsplateau herab. Athen ist eine riesige Stadt mit über 5 Millionen Einwohner. 15.00 Uhr traten wir den Rückmarsch an. Da einige noch Geschenke kaufen wollten, dauerte der allerdings etwas länger als geplant. Am Ende haben alle etwas gekauft. Im Hotel blieb keine Zeit. Nur die Sachen umgepackt und ab an den Strand. Als wir da ankamen war leider die Sonne verschwunden. Trotzdem gab es angenehme 25°C und wir sprangen ins kühle Nass. Es fühlte sich wesentlich kälter an als am Anreisetag. Wieder blieben wir bis zum Sonnenuntergang und haben am Strand Abendbrot gegessen. Wer gemeint hat, dass war es schon am heutigen Tag, der sah sich getäuscht. Alle wollten noch den „Hausberg“ von Athen besteigen. 21.00 Uhr, es war bereits dunkel, gingen wir los. Unser Ziel war der Lykavittós. Ein 277m hoher Fels mit einer kleinen Kirche und Gaststätte obenauf. Der Blick, der uns geboten wurde, war einfach gigantisch. Häuser und ein Lichtermeer bis zum Horizont. Fast eine halbe Stunde genossen wir diesen erleuchteten Abschluss. Kurz vor 23.00 Uhr waren wir erst zurück im Hotel. Ein 14 Stunden-Tag lag hinter uns. Aber alle waren glücklich. Das Einpacken der Sachen verschoben wir auf den Abreisetag. Ein turbulenter Abreisetag stand uns bevor. Als wir 9.00 Uhr ganz entspannt frühstückten, ahnten wir noch nichts davon. 10.30 Uhr trafen wir uns in der Lobby. Wir wussten das die Metro bestreikt wurde, also hatten wir uns nach einem Flughafenbus erkundigt. Der sollte eigentlich fahren. Doch an der Abfahrtsstelle wurde gerade eine Kundgebung zum 1.Mai abgehalten. Von einem Bus weit und breit nichts zu sehen, somit blieb nur die letzte Möglichkeit: ein bzw. zwei Taxis zu chartern. Es war zwar eng, aber es funktionierte. Mit einem großen Umweg gelangten wir schließlich doch noch erleichtert zum Flughafen. Nachdem wir die Koffer eingecheckt hatten, setzten wir zum verzehren unserer letzten essbaren Vorräte in unsere „Stammlounge“. Nun mussten wir getrennte Wege gehen. Wir hatten keinen gemeinsamen Rückflug bekommen. Helen startete mit Lise, Laila und Benni den Rückflug über Zürich nach Dresden. Die anderen flogen nach Frankfurt und wurden dort von Simone Weggässer empfangen. Sie kam extra mit dem Bus nach Frankfurt um uns nach Chemnitz zu bringen. Ein Top-Service inclusive Abendbrot. Bereits 20.30 Uhr trafen wir in Chemnitz ein. Die andere Gruppe kam 45 Minuten später mit dem „Gensler-Taxi“ zu Hause an.

Sechs Tage voller Erlebnisse gingen zu Ende. Mehr Unternehmungen kann man in dieser Zeit nicht unterbringen. Wir waren ein tolles Team und haben hervorragend zusammengepasst. Marianna und ihre Familie werden wir jetzt in Deutschland wieder treffen. Denn sie beziehen Quartier in Saarbrücken.

 

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